Langwaffen

 

Langwaffen sind eine Kategorie von Schusswaffen nach den Begriffsbestimmungen des deutschen Waffengesetzes (WaffG). Der Begriff Langwaffe ist kein Begriff der Waffentechnik. Langwaffen und Bestandteile davon überschreiten bestimmte Abmessungen von Kurzwaffen. Die genaue Definition lautet:

„Langwaffen; dies sind Schusswaffen, deren Lauf und Verschluss in geschlossener Stellung insgesamt länger als 30 cm sind und deren kürzeste bestimmungsgemäß verwendbare Gesamtlänge 60 cm überschreitet; Kurzwaffen sind alle anderen Schusswaffen.“

Ursprünglich wird konstruktionsbedingt bei Gewehren über den Lauf visiert und das Ziel aufgenommen, dabei wird die Waffe an der Schulter abgestützt. Gewehre gehören zu den Handfeuerwaffen (nicht zu verwechseln mit Faustfeuerwaffen, die nur mit einer Hand bedient werden), weil sie von Hand geführt, von Hand bedient und aus der Hand, in diesem Fall von der Schulter, geschossen werden. Gewehre lassen sich in die Baugruppen und Bauteile Lauf mit Patronenlager (dieser entscheidet über die Treffgenauigkeit), Schaft mit Vorder- und Hinterschaft sowie Handschutz (der Hinterschaft entscheidet über die Anschlaggenauigkeit), Verschluss, optronisches wie Zielfernrohr oder Reflexvisier und oder mechanisches Visier sowie das Kaliber - dieses entscheidet die Wirkung im Ziel. Die Treibladungsmenge im Verhältnis zum Geschossgewicht sowie die Rohrlänge, die bestimmt, wie gut die Treibladung ausgenutzt wird, bestimmen über die Reichweite der Waffe. Die Geschosshärte und die Geschossart bestimmen die Stoppwirkung oder die Durchschlagskraft des Projektils.

Unterscheidungen Unterscheidung nach Laufprofil

Gewehre werden aus technischer Sicht nach der Art und Beschaffenheit des Laufes unterschieden:

Gewehr mit gezogenem Lauf (Ausnahmen bilden Läufe mit polygonalem Laufprofil).
Gewehr mit glattem Lauf (Ausnahme bilden gezogene Läufe für Flintenlaufgeschosse).
Gewehr mit zwei oder mehreren glatten und gezogenen Läufen in unterschiedlichen Kombinationen und Anordnungen.

Unterscheidung nach Ladeeinrichtung

Gewehre werden aus technischer Sicht nach der Art der Ladeeinrichtung unterschieden:

Gewehr, das durch den Lauf von vorne geladen wird.
Gewehr, das von hinten einzeln geladen wird.
Gewehr, das aus einem Magazin durch manuelle Betätigung des Lademechanismus (Repetieren) geladen und gespannt wird –

als Unterhebelrepetierer, Vorderschaftrepetierer, Kammerstängelrepetierer.

Gewehr, das durch einen automatisierten Mechanismus geladen und gespannt wird (sog. Halbautomat).
Gewehr, das durch einen automatisierten Mechanismus geladen, gespannt und abgefeuert wird (sog. Vollautomat).

Unterscheidung nach Bauweise

Gewehre werden auch nach Bauweise oder Schäftung unterschieden.

Waffenrechtliche Definitionen

Österreich

Das Waffengesetz 1996 unterteilt alle Schusswaffen in vier Schusswaffenkategorien:

  • Kategorie A (verboten):
Kriegsmaterial, Vorderschaftrepetierflinten (sog. Pumpguns).
  • Kategorie B (genehmigungspflichtig):
Faustfeuerwaffen (Pistolen, Revolver), Halbautomatische Gewehre, Repetierflinten.
  • Kategorie C (meldepflichtig):
Gewehre mit gezogenem Lauf (Büchsen), auch Kleinkaliber.
  • Kategorie D (meldepflichtig):
Gewehre mit glattem Lauf (Flinten).

Es gibt keine gemeinsame Einstufung für alle Gewehre nach der Bauform, sondern eine auf die Funktion (und damit die Gefährlichkeit) bezogene Klassifizierung von Schusswaffen im allgemeinen.

Quelle: wikipedia

Waffen - Pistole - Faustfeuerwaffe - Gewehr - Waffenkunde - Waffenbesitzkarte - Waffenpass - Jagd - Waffengesetz - Schießsport - Langwaffen - WBK - WP